Alle Beiträge von Philipp Homan

TRIALOCO – Radio loco-motivo Bern

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Radio loco-motivo ist das verrückte Radio mit Seele. Betroffene, Angehörige und Berufsleute aus der Psychiatrie machen gemeinsam Radio. Alle vier Wochen geht die einstündige Sendung in den Äther – auf Radio Bern RaBe (95.6 MHz). Das Freizeitangebot der Interessengemeinschaft Sozialpsychiatrie Bern (igs) verleiht Menschen, die psychische Krisen kennen, eine Stimme in der Öffentlichkeit. Neben Berichten aus Kliniken oder therapeutischen Wohngemeinschaften ist auf Radio loco-motivo Bern regelmässig die Live-Sendung TRIALOCO zu hören: Ein Betroffener, eine Angehörige und eine Fachperson diskutieren über brisante Themen wie Zwangsmedikation, Stigmatisierung oder Spardruck in der Psychiatrie.

Hinweis zur Sendung vom 14.08.2019.
Hinweis zur Sendung vom 11.09.2019.
Hinweis zur Sendung vom 09.10.2019.
Hinweis zur Sendung vom 10.10.2019 (Internationaler Tag der psychischen Gesundheit, dreistündige Live-Sendung).
Hinweis zur Sendung vom 06.11.2019.
Hinweis zur Sendung vom 04.12.2019.
Hinweis zur Sendung vom 29.01.2020.
Hinweis zur Sendung vom 26.02.2020.
Hinweis zur Sendung vom 22.04.2020.
Hinweis zur Sendung vom 20.05.2020.
Hinweis zur Sendung vom 12.08.2020.

Hier können alle TRIALOCO Sendungen von Radio Loco-motivo Bern nachgehört werden.

Kontaktperson: Gianni Python.

radiolocomotivo@rabe.ch

Mehr Infos/nachhören der Sendungen:

www.igsbern.ch
www.rabe.ch
www.radiolocomotivo.ch

Neuroleptika Trialog

Trialog – Austausch auf Augenhöhe, Teilen der eigenen persönlichen Erfahrung, Begegnung jenseits der Professionen, von Mensch zu Mensch.

Die Frage nach den Medikamenten ist in der Psychiatrie besonders sensibel. Sie ist verbunden mit vielfältigen Motivationen und Interessen. Wir wollen uns dem Thema trialogisch nähern mit dem Fokus auf das Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika: Dabei bleiben oder aufhören, warum und wenn wie? Das geht alle an, Betroffene und Fachleute sowie Angehörige.

Die nächsten Termine:
Jeweils donnerstags von 18-19:30 Uhr
Ort: Uni-S Raum A 015, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern

Donnerstag, 27. Februar 2020: Themensammlung für den Rest des Jahres

Achtung: Trialoge im März und April finden wegen Pandemie virtuell statt!
Donnerstag, 26. März 2020: https://zoom.us/j/104796898
Donnerstag, 23. April 2020: https://zoom.us/j/104796898
Bei Rückfragen gerne mailen: neuroleptika-trialog@gmx.ch

Donnerstag, 28. Mai 2020: Achtung: Wir besuchen das Sozialpsychiatrische Kolloquium zum Thema «Fünf Geheimnisse der Genesung. Vor- und Nachteile von Neuroleptika im langfristigen Verlauf». Priv.-Doz. Dr. med. Dr. phil. Jann E. Schlimme stellt ein Strukturmodell des Genesungsprozesses von Psychosen vor, das in einer qualitativen und partizipativen langjährigen Studie zum Genesungsprozess entwickelt wurde. Diese Kenntnisse erlauben eine Einordnung der Vor- und Nachteile von Neuroleptika im Genesungsverlauf. Beginn 17.00 Uhr im Bildungszentrum Pflege, Freiburgstrasse 133, 3008 Bern. Anmeldung erwünscht. Siehe Flyer

Donnerstag, 25. Juni 2020
Donnerstag, 27. August 2020
Donnerstag, 24. September 2020
Donnerstag, 22. Oktober 2020
Donnerstag, 26. November 2020
Donnerstag, 17. Dezember 2020

Zum Nachlesen hier noch die Themen der vergangenen Trialoge 2018 und 2019.

Ort
Uni S,  Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern.

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung unter neuroleptika-trialog@gmx.ch.

Verantwortlich
Andrea Zwicknagl, Peer, und Christian Burr, Pflegeexperte, Bern, UPD.

Internationale Studie zum Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika
Deutschsprachige Teilnehmende gesucht

Was wäre, wenn psychiatrische Fachpersonen mehr wüssten über die Prozesse des Reduzierens und Absetzens von Neuroleptika, wenn sie aus erster Hand von den Betroffenen erfahren könnten, was geholfen hat, was schwierig war, wie lange es gedauert hat, was sie als Profis unterstützend beitragen könnten. Eine grosse internationale Studie der Universität Maastricht will nun genau das erforschen und sucht Menschen mit Erfahrung beim Absetzen für eine Umfrage – egal ob der Prozess erfolgreich war oder nicht. Studienleiter ist der bekannte amerikanische Aktivist Will Hall. Er hat selbst Erfahrung mit veränderten Bewusstseinszuständen und der Behandlung mit Psychopharmaka. Mit dem „Harm reduction guide to coming off psychiatric drugs and withdrawal“ hat er schon vor Jahren einen in viele Sprachen übersetzten Leitfaden vorgelegt und Menschen rund um die Welt begleitet.

Link zur Studie: www.antipsychoticwithdrawalsurvey.com.

Link zum Flyer.

Was bisher geschah
Wir haben den Trialog am 26. Januar 2017 mit einem halbtägigen Symposium „Neuroleptika reduzieren und absetzen“ begonnen. Der Saal der Villa Stucki war mit 60 Teilnehmenden bis auf den letzten Platz besetzt und noch mehr Leute wollten kommen. Viele Fachleute vor allem aus dem Bereich der Pflege hatten sich interessiert, auch einige ÄrztInnen, etwa 20 Prozent der Teilnehmenden hatten eigene Erfahrung mit der Einnahme von Neuroleptika und nur eine sehr kleine Zahl war angehörig. Darum möchten wir diese Gruppe besonders ermutigen sich für den Trialog zu melden.

Den Anfang machte Dr. Stefan Weinmann mit einem Referat zum Thema „Neurolepitka reduzieren und absetzen – warum und wie?“

Dann folgten trialogische Kleingruppen, wo der Austausch der persönlichen Erfahrungen geübt werden konnte.

Zum Abschluss gab es ein trialogisch besetztes Podiumsgespräch.

Den  Flyer finden Sie hier.

Hier geht es zum Pressebericht über die Veranstaltung.

Weiterführende Informationen

  • Neuroleptika reduzieren und absetzen: Eine Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie DGSP für Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Professionelle aller Berufsgruppen. Die Broschüre stellt sich umfassend allen Fragen rund um das Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika. Für den geplanten Neuroleptika-Trialog in Bern werden wir sie als Leitfaden für unseren Austausch verwenden.
  • Neuroleptika minimal – warum und wie: Volkmar Aderhold vom Institut für Sozialpsychiatrie an der Uni Greifswald hat sich als Psychiater intensiv mit der Forschungsliteratur zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Neuroleptika befasst. In seiner Metaanalyse fasst er die wesentlichen Ergebnisse zusammen und plädiert für einen minimalen Einsatz dieser Medikamente. Seine Erkenntnisse sind in die Broschüre „Neuroleptika reduzieren und absetzen“ eingeflossen. Aderhold ist Mitglied im Fachausschuss Psychopharmaka der DGSP.
  • Neuroleptika-Debatte der DGSP: Die DGSP stellt sich schon seit vielen Jahren der Diskussion um die Medikation mit Neuroleptika. Verfolgen Sie hier die Debatte.
  • Erfolgsmythos Psychopharmaka: 2008 hat sich der Referent unseres Symposiums Dr. Stefan Weinmann intensiv kritisch mit der Geschichte und Anwendung von Psychopharmaka auseinandergesetzt.
  • Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen – Leitlinien für den psychiatrischen Alltag: Das Buch ist ganz aktuell im Januar 2017 erschienen. Dr Stefan Weinmann hat in Coautorenschaft das Grundlagenwerk von Assmus Finzen komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Es liefert eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Stand der Forschung, mit dem was wir wissen und was wir nicht wissen. In Sprache und wissenschaftlicher Grundlegung eignet es sich sowohl für Assistenzärzte in der Ausbildung wie für Pflege und andere Fachleute, genauso wie Angehörige oder Betroffene. Eine ausgezeichnete Basis für die weitere Beschäftigung mit dem Thema.

Englischsprachige Quellen

  • Inner Compass Initiative – The Withdrawal Project: Die US-amerikanische Aktivistin Laura Delano hat im Withdrawal Project die vielfältigen Erfahrungen von Betroffenen gesammelt und systematisch zusammen gestellt. Hier finden sich Informationen zu den verschiedenen Medikamentengruppen, Entzugssymptome und eine Vielzahl von Hinweisen was Menschen geholfen hat.
  • Anatomy of an Epidemic: Der Amerikaner Robert Whitaker hat sich dem Thema Psychopharmaka und vor allem ihrer Langzeitwirkung mit journalistischer Präzision und intensiver Recherche gewidmet. Entstanden ist eine investigative Auseinandersetzung, die Whitaker 2010 als Buch publiziert hat; 2016 ist ein aktualisiertes Update für die Frage nach den Neuroleptika erschienen. Es steht als PDF-Download frei zur Verfügung. Der Blog www.madinamerica.com führt Whitakers Arbeit mit aktuellen Beiträgen von vielen verschiedenen Autoren aus aller Welt fort.
  • The Icarus Project: Das Icarus Projekt ist ein Netzwerk von und für Menschen, die Erfahrungen mit der Welt machen, die vielfach als psychische Krankheit deklariert werden. Es will soziale Gerechtigkeit durch gegenseitige Hilfe fördern, die die Anliegen von individueller Heilung und kollektiver Freiheit miteinander verbindet. Das Leitmotiv ist: „Wir verändern uns, indem wir die Welt um uns herum verändern“. Neben vielen anderen Initiativen hat das Icarus Projekt zusammen mit dem Therapeuten, Autor und Psychiatrie-Erfahrenen Will Hall einen Leitfaden publiziert, der beim Absetzen von Psychopharmaka begleitet: Harm Reduction Guide to Coming Off Psychiatric Drugs and Withdrawal. Er wurde in verschiedene Sprachen übersetzt, unter anderem auch ins Deutsche: Harm Reduction Leitfaden zum risikoarmen Absetzen von Psychopharmaka.

Kontakt

Ansprechpersonen zum Recovery-Trialog
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie mehr über den Recovery-Trialog erfahren möchten.

  • Christian Burr, UPD, <vorname.nachname@gef.be.ch>
  • Philipp Homan, UPD, <vorname.nachname@gef.be.ch>
  • Sibylle Glauser, UPD, <vorname.nachname@gef.be.ch>

Oder schauen Sie beim nächsten Termin einfach vorbei – eine Anmeldung ist nicht nötig. Die nächsten Termine erfahren Sie hier.

Fakten

Was ist ein Trialog?
Trialog steht für den Austausch von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten der Psychiatrie. Es geht zunächst um nichts anderes als um das Aussprechen der eigenen Erfahrungen. Im Unterschied zu institutionellen Situationen, spricht hier jeder für sich. Sprechen, zuhören, und von einander lernen, wäre das Ziel.

Was ist Recovery?
Mit der Idee des Trialogs eng zusammen hängt das sogenannte Recovery-Modell. Es ist gewissermassen die Basis des Trialogs. In diesem Modell steht nicht die Krankheit, sondern die Gesundung im Vordergrund. Der Begriff Recovery stammt aus dem Englischen und kann etwa mit Wiedergesundung übersetzt werden.

Trialog psychische Gesundheit
Im Jahr 2012 wurde von Chris Abderhalden, Christian Burr und Philipp Homan der Recovery-Trialog Bern ins Leben gerufen. Nach nun etlichen Jahren wurden im Jahr 2019 von einer mittlerweile ganz neuen Gruppe (Christian Feldmann, Christoph, Duwan, Andreas Etzensperger, Remo Wüthrich) die den Trialog weiterführen, ein Änderungen initiiert, um wieder etwas neuen Schwung in den Trailog zu bekommen. So wurden der Titel in Trialog psychische Gesundheit geändert und es wird an jedem
Trialog etwas fokussierter auf ein Thema diskutiert das zu Begin als Impuls von der Moderationsperson vorgestellt wird. Von September bis Juni findet einmal im Monat donnerstags ein solcher Trialog statt, und zwar von 18:30 – 20:15 im Ambulatorium Mitte, UPD, Zieglerstrasse 7, 3007 Bern. Eine Anmeldung ist nicht nötig und die Teilnahme ist kostenlos. Die Unkosten werden mit Kollekten gedeckt.

Der Trialog psychische Gesundheit

Ort
Ambulatorium Mitte, UPD, Zieglerstrasse 7, 3007 Bern

Zeit
18:30 bis 20:15 Uhr

Daten und Themen bis Juni 2021:
10.09.2020: Kreativität
08.10.2020: Mut – Übermut
12.11.2020: Stigmatisierung
10.12.2020: Achtsamkeit
14.01.2021: Schritte zur psychischen Gesundheit
11.02.2021: Beziehungen Soziale Kontakte
11.03.2021: Einbezug Angehörige in die Therapie
08.04.2021: Stigmatisierung
13.05.2021: Emotionen und deren Umgang
10.06.2021: Sinn finden – Sinn geben

Sonstiges
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Unkosten werden mit Kollekten gedeckt.

Ansprechperson/Information:
Christian Feldmann <christian.feldmann@upd.ch>

Moderatoren:
Andreas Etzendsberger <andreas.etzendsberger@upd.ch>
Christian Feldmann <christian.feldmann@upd.ch>
Christoph Duwan <christoph.duwan@upd.ch>
Remo Wüthrich <remo.wüthrich@spitex-reko.ch>

Flyer
Hier kann der Flyer heruntergeladen werden.