Archiv der Kategorie: Trialoge

TRIALOCO – Radio loco-motivo Bern

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Radio loco-motivo ist das verrückte Radio mit Seele. Betroffene, Angehörige und Berufsleute aus der Psychiatrie machen gemeinsam Radio. Alle vier Wochen geht die einstündige Sendung in den Äther – auf Radio Bern RaBe (95.6 MHz). Das Freizeitangebot der Interessengemeinschaft Sozialpsychiatrie Bern (igs) verleiht Menschen, die psychische Krisen kennen, eine Stimme in der Öffentlichkeit. Neben Berichten aus Kliniken oder therapeutischen Wohngemeinschaften ist auf Radio loco-motivo Bern regelmässig die Live-Sendung TRIALOCO zu hören: Ein Betroffener, eine Angehörige und eine Fachperson diskutieren über brisante Themen wie Zwangsmedikation, Stigmatisierung oder Spardruck in der Psychiatrie.


Hinweis zur Sendung vom 20.06.2018.
Hinweis zur Sendung vom 12.09.2018.
Hinweis zur Sendung vom 10.10.2018.
Hinweis zur Sendung vom 07.11.2018.
Hinweis zur Sendung vom 05.12.2018.

Hier können alle TRIALOCO Sendungen von Radio Loco-motivo Bern nachgehört werden.

Kontaktperson: Gianni Python.

radiolocomotivo@rabe.ch

Mehr Infos/nachhören der Sendungen:

www.igsbern.ch
www.rabe.ch
www.radiolocomotivo.ch

Neuroleptika Trialog

Trialog – Austausch auf Augenhöhe, Teilen der eigenen persönlichen Erfahrung, Begegnung jenseits der Professionen, von Mensch zu Mensch.

Die Frage nach den Medikamenten ist in der Psychiatrie besonders sensibel. Sie ist verbunden mit vielfältigen Motivationen und Interessen. Wir wollen uns dem Thema trialogisch nähern mit dem Fokus auf das Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika: Dabei bleiben oder aufhören, warum und wenn wie? Das geht alle an, Betroffene und Fachleute sowie Angehörige.

Aktueller Hinweis
Liebe Interessierte und Teilnehmende des Neuroleptika Trialogs. Wir haben das Programm 2018 etwas umstellen müssen. Das Thema: Rente ohne Neuroleptika? – Mitwirkungspflicht als hemmender Faktor beim Reduzieren und Absetzten ist neu auf den 1. November angesetz, das Thema Psychose ohne Neuroleptika – Möglichkeiten, Wege und Erfahrungen ist dafür nun am 5. Juli 2018 eingeplant. Danke für die Kenntnisnahme.

Die nächsten Termine:
Jeweils donnerstags um 18 Uhr an der Uni-S,
Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern:

18. Januar 2018, Raum A 017
22. Februar 2018, Raum A 015
22. März 2018, Raum A 015
19. April 2018, Raum A 015
31. Mai 2018, Raum A 015
05. Juli 2018, Raum A 015
August Sommerpause
27. September 2018, Raum A 015
01. November 2018, Raum A 015
13. Dezember 2018, Raum A 015

Die jeweiligen Themen zu den Terminen finden Sie hier.

Ort
Uni S,  Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern.

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung unter neuroleptika-trialog@gmx.ch.

Verantwortlich
Andrea Zwicknagl, Peer, Interlaken, Spital fmi, und Christian Burr, Pflegeexperte, Bern, UPD.

Was bisher geschah
Wir haben den Trialog am 26. Januar 2017 mit einem halbtägigen Symposium „Neuroleptika reduzieren und absetzen“ begonnen. Der Saal der Villa Stucki war mit 60 Teilnehmenden bis auf den letzten Platz besetzt und noch mehr Leute wollten kommen. Viele Fachleute vor allem aus dem Bereich der Pflege hatten sich interessiert, auch einige ÄrztInnen, etwa 20 Prozent der Teilnehmenden hatten eigene Erfahrung mit der Einnahme von Neuroleptika und nur eine sehr kleine Zahl war angehörig. Darum möchten wir diese Gruppe besonders ermutigen sich für den Trialog zu melden.

Den Anfang machte Dr. Stefan Weinmann mit einem Referat zum Thema „Neurolepitka reduzieren und absetzen – warum und wie?“

Dann folgten trialogische Kleingruppen, wo der Austausch der persönlichen Erfahrungen geübt werden konnte.

Zum Abschluss gab es ein trialogisch besetztes Podiumsgespräch.

Den  Flyer finden Sie hier.

Hier geht es zum Pressebericht über die Veranstaltung.

Weiterführende Informationen

  • Neuroleptika reduzieren und absetzen: Eine Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie DGSP für Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Professionelle aller Berufsgruppen. Die Broschüre stellt sich umfassend allen Fragen rund um das Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika. Für den geplanten Neuroleptika-Trialog in Bern werden wir sie als Leitfaden für unseren Austausch verwenden.
  • Neuroleptika minimal – warum und wie: Volkmar Aderhold vom Institut für Sozialpsychiatrie an der Uni Greifswald hat sich als Psychiater intensiv mit der Forschungsliteratur zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Neuroleptika befasst. In seiner Metaanalyse fasst er die wesentlichen Ergebnisse zusammen und plädiert für einen minimalen Einsatz dieser Medikamente. Seine Erkenntnisse sind in die Broschüre „Neuroleptika reduzieren und absetzen“ eingeflossen. Aderhold ist Mitglied im Fachausschuss Psychopharmaka der DGSP.
  • Neuroleptika-Debatte der DGSP: Die DGSP stellt sich schon seit vielen Jahren der Diskussion um die Medikation mit Neuroleptika. Verfolgen Sie hier die Debatte.
  • Erfolgsmythos Psychopharmaka: 2008 hat sich der Referent unseres Symposiums Dr. Stefan Weinmann intensiv kritisch mit der Geschichte und Anwendung von Psychopharmaka auseinandergesetzt.
  • Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen – Leitlinien für den psychiatrischen Alltag: Das Buch ist ganz aktuell im Januar 2017 erschienen. Dr Stefan Weinmann hat in Coautorenschaft das Grundlagenwerk von Assmus Finzen komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Es liefert eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Stand der Forschung, mit dem was wir wissen und was wir nicht wissen. In Sprache und wissenschaftlicher Grundlegung eignet es sich sowohl für Assistenzärzte in der Ausbildung wie für Pflege und andere Fachleute, genauso wie Angehörige oder Betroffene. Eine ausgezeichnete Basis für die weitere Beschäftigung mit dem Thema.

Englischsprachige Quellen

  • Anatomy of an Epidemic: Der Amerikaner Robert Whitaker hat sich dem Thema Psychopharmaka und vor allem ihrer Langzeitwirkung mit journalistischer Präzision und intensiver Recherche gewidmet. Entstanden ist eine investigative Auseinandersetzung, die Whitaker 2010 als Buch publiziert hat; 2016 ist ein aktualisiertes Update für die Frage nach den Neuroleptika erschienen. Es steht als PDF-Download frei zur Verfügung. Der Blog www.madinamerica.com führt Whitakers Arbeit mit aktuellen Beiträgen von vielen verschiedenen Autoren aus aller Welt fort.
  • The Icarus Project: Das Icarus Projekt ist ein Netzwerk von und für Menschen, die Erfahrungen mit der Welt machen, die vielfach als psychische Krankheit deklariert werden. Es will soziale Gerechtigkeit durch gegenseitige Hilfe fördern, die die Anliegen von individueller Heilung und kollektiver Freiheit miteinander verbindet. Das Leitmotiv ist: „Wir verändern uns, indem wir die Welt um uns herum verändern“. Neben vielen anderen Initiativen hat das Icarus Projekt zusammen mit dem Therapeuten, Autor und Psychiatrie-Erfahrenen Will Hall einen Leitfaden publiziert, der beim Absetzen von Psychopharmaka begleitet: Harm Reduction Guide to Coming Off Psychiatric Drugs and Withdrawal. Er wurde in verschiedene Sprachen übersetzt, unter anderem auch ins Deutsche: Harm Reduction Leitfaden zum risikoarmen Absetzen von Psychopharmaka.

Kontakt

Ansprechpersonen zum Recovery-Trialog
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie mehr über den Recovery-Trialog erfahren möchten.

  • Christian Burr, UPD, <vorname.nachname@gef.be.ch>
  • Philipp Homan, UPD, <vorname.nachname@gef.be.ch>
  • Sibylle Glauser, UPD, <vorname.nachname@gef.be.ch>

Oder schauen Sie beim nächsten Termin einfach vorbei – eine Anmeldung ist nicht nötig. Die nächsten Termine erfahren Sie hier.

Forum
Besuchen Sie auch unser Forum. Dort kann jederzeit zum Thema diskutiert werden. Zum Forum gelangen Sie hier.

Mailing-Liste
Bei Interesse können Sie gerne auf unsere Mailing-Liste aufgenommen werden.
Dafür bitte zunächst ein leeres Mail an folgende Adresse schicken: trialogbern+subscribe@googlegroups.com. Daraufhin sollten Sie eine automatische Einladung zum Beitritt erhalten, welche Sie bitte einfach bestätigen.

Fakten

Was ist ein Trialog?
Trialog steht für den Austausch von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten der Psychiatrie. Es geht zunächst um nichts anderes als um das Aussprechen der eigenen Erfahrungen. Im Unterschied zu institutionellen Situationen, spricht hier jeder für sich. Sprechen, zuhören, und von einander lernen, wäre das Ziel.

Was ist Recovery?
Mit der Idee des Trialogs eng zusammen hängt das sogenannte Recovery-Modell. Es ist gewissermassen die Basis des Trialogs. In diesem Modell steht nicht die Krankheit, sondern die Gesundung im Vordergrund. Der Begriff Recovery stammt aus dem Englischen und kann etwa mit Wiedergesundung übersetzt werden.

Recovery-Trialog
Im Jah r2012 wurde von Chris Abderhalden, Christian Burr und Philipp Homan der Recovery-Trialog Bern ins Leben gerufen. Von September bis Juni findet einmal im Monat donnerstags ein solcher Trialog statt, und zwar von 18:30 – 20:15 im Ambulatorium Mitte, UPD, Zieglerstrasse 7, 3007 Bern. Eine Anmeldung ist nicht nötig und die Teilnahme ist kostenlos. Die Unkosten werden mit Kollekten gedeckt.

Der Recovery-Trialog hat wieder begonnen!

Ort
Ambulatorium Mitte, UPD, Zieglerstrasse 7, 3007 Bern

Zeit
18:30 bis 20:15 Uhr

Die nächsten Termine:

13. September 2018
11. Oktober 2018
8. November 2018
13. Dezember 2018
10. Januar 2019
7. Februar 2019
7. März 2019
11. April 2019
9. Mai 2019
13. Juni 2019

Sonstiges
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Unkosten werden mit Kollekten gedeckt.

Mailing-Liste
Bei Interesse können Sie auf unsere Mailing-Liste trialogbern@googlegroups.com aufgenommen werden.

Ansprechpersonen
Kathrin Schenk <k-sch@hotmail.com>
Christian Feldmann <christian.feldmann@upd.ch>
Christian Burr <christian.burr@upd.ch>

Flyer
Hier kann der Flyer heruntergeladen werden.

Psychose-Seminar

Was ist ein Psychose-Seminar?
Psychose-Seminare sind Veranstaltungsreihen, in denen sich Betroffene, Angehörige und Fachleute aus der Psychiatrie treffen. Sie tauschen sich auf neutralem Boden partnerschaftlich aus über ihre jeweils eigenen Erfahrungen mit Psychosen.

Dieses Vorgehen hat viele Vorteile: Man/frau diskutiert nicht im Stress einer Akut-Situation. Betroffene finden sich nicht wie in der Klinik in der
Rolle des Objektes von Behandlungen, Angehörigen haftet nicht der Makel des Störenfrieds an. Berufsleute können zuhören und sich ohne
Verantwortungsdruck mitteilen.

Ziel ist, die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Gruppen zu respektieren und durch den Erfahrungsaustausch voneinander zu lernen.

Dabei geht es um Fragen, wie das psychotische Geschehen von den einzelnen Beteiligten erlebt wird, was die Wünsche, was die Bedürfnisse eines
Menschen in einer psychotischen Krise sind, und wie besser auf sie eingegangen werden kann.

Zur Geschichte des Trialogs
Das erste Psychose-Seminar wurde 1990 von Dorothea Buck und Thomas Bock in Hamburg gegründet, nachdem Dorothea Buck an einer
Lehrveranstaltung an der Psychiatrischen Uniklinik Hamburg ihre eigene Psychoseerfahrung beschrieben hatte. Inzwischen gibt es im ganzen
deutsch-sprachigen Raum über Hundert Psychose-Seminare.

Infos im Internet
Die folgenden Webseiten enthalten Informationen zu Trialog-Psychoseseminaren:

Pro Mente Sana (mit den Adressen aller Schweizer Psychose-Seminare)
www.psychose.de
www.psychiatrie.de

Psychose-Seminar Bern
Seit 2000 findet jedes Jahr im Wintersemester ein Psychose-Seminar in Bern statt. Es wird von
einer trialogisch zusammengesetzten Kerngruppe organisiert und moderiert und finanziert sich
durch Spenden und Unkostenbeiträge der Teilnehmenden.

Das nächste Berner Psychose-Seminar beginnt im Oktober 2014.

Psychose-Seminar Wintersemester 2014/2015

Zeit Jeweils am Montag 18.30 bis 20.15 Uhr
Beginn 20.10.2014
Daten 3.11.14/ 17.11./ 1.12./ 15.12./ 29.12./ 12.1.15/ 26.1./ 9.2./ 23.2./ 9.3./ 23.3.
Ort Villa Stucki,Seftigenstrasse 11, Bern (Raum Ahorn, 1. Stock)
Vom Bahnhof Tram Nr. 3 bis Eigerplatz, von dort ca. 200 m weiter
Es stehen keine Parkplätze zur Verfügung!
Kosten Unkostenbeitrag Fr. 20.- IV / AHV / ALV / Sozialhilfe Fr. 10.-
Anmeldung bis 20. Oktober 2014 an IG Psychose-Seminar Bern
3011 Bern
oder per E-Mail: s.birk@bluewin.ch

Infos
s.birk@bluewin.ch